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Wenn ein Aufzug zwischen den Stationen stecken bleibt und eine Person in der Fahrkabine eingeschlossen ist, entscheidet der rasche Gebäudezugang über Minuten: Ein Schlüsseltresor für den Aufzug stellt sicher, dass Ihr Monteur, ein beauftragtes Betreuungsunternehmen oder sogar die Feuerwehr sofort an den richtigen Schlüssel kommt. In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen aus über 50 Jahren Praxis, wie ein Schlüsseltresor für Aufzugsanlagen funktioniert, welche Vorgaben in Österreich gelten und welche Lösung zu Ihrem Anlagenbestand passt.
Ein Schlüsseltresor für den Aufzug ist ein Depot, in dem der Zugangs- oder Technikschlüssel einer Aufzugsanlage hinterlegt wird. Im Stör- oder Notfall entnimmt das berechtigte Personal, etwa Ihr Bereitschaftsmonteur oder das beauftragte Betreuungsunternehmen, den Schlüssel direkt vor Ort und gelangt sofort ins Gebäude, zum Triebwerksraum und zu den Notbefreiungseinrichtungen, ohne eine Tür aufbrechen zu müssen.
In der Praxis begegnen Ihnen für dasselbe Prinzip mehrere Begriffe: Schlüsseltresor, Rohrtresor, Schlüsselbox oder Schlüsseldepot. Gemeint sind meist die in oder an der Wand montierten oder eingebohrten Gehäuse, die die Schlüssel aufnehmen. Sie halten Witterung, Vandalismus und Aufbruchversuchen deutlich länger stand. Mehr zu den Varianten lesen Sie in unserem Beitrag zu Rohrtresoren für die sichere Schlüsselaufbewahrung.
Nicht nur für Notbefreiungen, auch für wiederkehrende Wartungen und TÜV-Prüfungen ist ein Schlüsseltresor zu verwenden. Ein Schlüsseltresor ist auch Voraussetzung für eine positive Ab- und Inbetriebnahme einer Aufzugsanlage.
Abb. 1: Die Schlüsselverwahrung ist das entscheidende Glied in der Notbefreiungs-Kette (Quelle: Bruno Eder GmbH)
Praxis-Tipp: Kontrollieren Sie bei jeder wiederkehrenden Prüfung der Aufzugsanlage, ob der hinterlegte Schlüssel tatsächlich im Tresor liegt und passt. Ein fehlender oder vertauschter Schlüssel fällt sonst erst im Notfall auf, und dann ist es zu spät.
Der Aufzugsbetrieb ist in Österreich Landessache: Jedes Bundesland regelt Errichtung, Betrieb und Notbefreiung in einem eigenen Aufzugsgesetz. Für Wien gilt das Wiener Aufzugsgesetz 2006 (WAZG 2006). Es verpflichtet den Betreiber unter anderem dazu, die Befreiung eingeschlossener Personen so zu organisieren, dass die Befreiungsmaßnahme spätestens 30 Minuten nach dem Notruf beginnt.
Das WAZG 2006 sieht außerdem vor, dass ein Aufzug an ein Fernnotrufsystem angeschlossen ist, wenn ein Betreuungsunternehmen mit Betriebskontrollen und Notbefreiung beauftragt wird, und dass die Betreuungspersonen Zutritt zum Gebäude und zu den Notbefreiungseinrichtungen haben. Den genauen Wortlaut können Sie im amtlichen Volltext des WAZG 2006 nachlesen.
Wichtiger Hinweis: Die konkreten Anforderungen an Schlüsselverwahrung, Ausführung und Standort legt die örtlich zuständige Behörde gemeinsam mit Ihrem Aufzugsprüfer fest, in Wien auf Basis des WAZG 2006, in anderen Bundesländern nach dem jeweiligen Landesrecht. Klären Sie die Vorgaben für Ihr Objekt vor der Bestellung; wir unterstützen Sie bei dieser Abstimmung.
Welcher Tresor zu Ihrer Anlage passt, hängt vor allem davon ab, welche und wie viele Schlüssel für einen problemlosen Zugang benötigt werden. Das richtige Schlüsseldepot für Ihr Objekt finden Sie direkt in unserem Online-Shop, einen Überblick gibt die Rohrtresor-Kategorie auf unserer Website.
Abb. 2: Schnellauswahl nach Einsatzbereich und Schlüsseltyp (Quelle: Bruno Eder GmbH)
Für das Schlüsseldepot im Außen- oder Eingangsbereich ist ein Rohrtresor die bewährte Lösung: eingelassen montiert, kompakt und widerstandsfähig gegen Witterung und Aufbruch. Die PZ-Serie deckt dabei den gesamten Anforderungsbereich ab, von der Einstiegslösung (rein mechanisch) bis hin zur Premium-Ausführung (mit Ansteuerung und Schlüsselüberwachung) für hohe Anforderungen. Die folgende Übersicht hilft Ihnen bei der Einordnung; die genauen Maße und Schließvarianten entnehmen Sie der jeweiligen Produktseite.
| Modell | Preis ab (Richtwert) | Einordnung |
|---|---|---|
| Rohrtresor PZ LIGHT | ab 135,40 € | Einstiegslösung |
| Rohrtresor PZ Code | ab 135,70 € | Einstieg, codebasiert |
| Rohrtresor PZ 70 | ab 215,60 € | Standard, d=70mm und geeignet für Schlüsselkarten |
| Rohrtresor PZ Basic2 | ab 260,30 € | Standard mit Schlüsselüberwachung |
| Rohrtresor PZ Plus | ab 542,90 € | Premium, mit Ansteuerung und Schlüsselüberwachung |
Die genannten Preise sind Richtwerte und ohne Zylinder, mit Stand Juni 2026; den tagesaktuellen Preis prüfen Sie bitte direkt im Shop.

ab 260,30 € (Stand Juni 2026, aktueller Preis im Shop)
Zum Rohrtresor PZ Basic2 im ShopGeht es um mehrere Zugangsschlüssel an einem Objekt, etwa für Triebwerksräume, Zufahrten oder Schrankenanlagen, ist eine Schlüsselbox die praktischere Lösung als der Rohrtresor. Die Schlüsselbox FASB lässt sich auf- oder unterputz montieren.

ab 207,20 € (Stand Juni 2026, aktueller Preis im Shop)
Zur Schlüsselbox FASB im ShopPraxis-Tipp: Beschriften Sie den hinterlegten Schlüssel niemals mit einer Objektadresse oder Anlagennummer. Eine neutrale Codierung, deren Zuordnung nur Sie kennen, verhindert, dass ein entwendeter Schlüssel direkt einem Gebäude zugeordnet werden kann.
Der beste Tresor nützt wenig, wenn er am falschen Ort sitzt: Der Standort entscheidet darüber, ob Ihr Personal im Ernstfall ohne Umweg an den Schlüssel kommt. Bewährt hat sich ein gut erreichbarer Punkt im Eingangs- oder Außenbereich.
Aus über 350 Projekten, vom einzelnen Wohnhaus bis zu Großobjekten wie dem Flughafen Wien, wissen wir: Die meisten Probleme entstehen nicht am Produkt, sondern bei der Standort- und Montageplanung. Stimmen Sie die Position früh mit Ihrem Aufzugsprüfer und, wo nötig, mit der Feuerwehr ab, damit der Tresor später nicht versetzt werden muss.
Abb. 3: Zwei Kriterien für den richtigen Standort des Schlüsseltresors (Quelle: Bruno Eder GmbH)
„Aus unserer langjährigen Erfahrung lohnt sich die halbe Stunde Standortabstimmung vor der Montage mehr als jede nachträgliche Korrektur."
– Bruno Eder GmbH
Praxis-Tipp: Planen Sie bei einer Unterputzmontage die Aussparung gleich mit ein, wenn ohnehin am Mauerwerk gearbeitet wird. Nachträgliches Stemmen ist der häufigste vermeidbare Kostentreiber.
Ein Schlüsseltresor für den Aufzug ist ein gesichertes, meist eingelassenes Depot für den Zugangs- oder Technikschlüssel einer Aufzugsanlage. Im Stör- oder Notfall entnimmt das berechtigte Personal den Schlüssel direkt vor Ort und gelangt sofort ins Gebäude, zum Triebwerksraum und zu den Notbefreiungseinrichtungen, ohne eine Tür aufbrechen zu müssen.
Eine generelle, bundesweite Pflicht genau für einen Schlüsseltresor gibt es nicht; der Aufzugsbetrieb ist Landessache. In Wien verlangt das WAZG 2006, dass die Notbefreiung organisiert ist und spätestens 30 Minuten nach dem Notruf beginnt. Eine sichere Schlüsselverwahrung ist dafür in der Praxis meist unverzichtbar. Die konkreten Vorgaben legt die zuständige Behörde fest.
Bewährt hat sich ein gut erreichbarer Standort im Eingangs- oder Außenbereich. Wichtig ist, dass Ihr Bereitschaftspersonal ohne Umweg an den Schlüssel kommt. Die genaue Position stimmen Sie am besten vorab mit Ihrem Aufzugsprüfer ab.
Für die einzelne Anlage genügt oft eine Einstiegslösung der PZ-Serie ab rund 135 €. Für den Einsatz mit Schlüsselüberwachung empfehlen wir meist den PZ Basic2 ab 260,30 € (Richtwert, Stand Juni 2026). Bei zusätzlichen Anforderungen wie einer Ansteuerung und Schlüsselüberwachung kommt der PZ Plus infrage. Maße und Schließvarianten finden Sie auf der jeweiligen Produktseite im Shop.
Ein verlässlich gewarteter Schlüsseltresor entscheidet im Ernstfall darüber, ob die eingeschlossene Person rasch befreit werden kann oder ob die Feuerwehr eine Tür aufbrechen muss. Für das Schlüsseldepot im Außen- oder Innenbereich greifen Sie zur PZ-Serie oder zur Schlüsselbox FASB. Die passenden Produkte finden Sie in unserem Rohrtresor-Sortiment im Online-Shop.
Rufen Sie uns an unter +43 (1) 789 99 11 oder schreiben Sie über das Kontaktformular; wir beraten Sie gern persönlich und stimmen die Lösung mit Ihrem Aufzugsprüfer ab. Standardprodukte finden Sie direkt in unserem Online-Shop.
Als Bruno Eder GmbH statten wir mit unserem Team in Wien seit über fünf Jahrzehnten Feuerwehren, Aufzugsunternehmen, Hausverwaltungen und öffentliche Einrichtungen mit Schlüsselmanagement-Lösungen aus: vom Feuerwehrschlüsselsafe über Rohrtresore bis zum Plankasten, inklusive Sonderanfertigungen aus eigener Fertigung. Zu unseren Referenzen zählen die Hofburg, der Flughafen Wien, Schloss Schönbrunn und die ÖBB.

